Comunda und die dunkle Seite (des Inputs)

Wir lieben unsere Smartphones, Tablets, PCs und Macs, wir lieben die Möglichkeit jederzeit online zu gehen und das Internet nach (wie Nummer 5 es sagen würde) mehr Input zu durchforsten.

Ein unendlicher Strom aus faszinierendem Input, der niemals zu enden scheint. Die iterative Verarbeitung des konsumierten Inputs braucht mehr und mehr Zeit und plötzlich sitze ich mit meiner Frau am Frühstückstisch und merke, wir sind beide gefangen in einer virtuellen Blase, die sich aus unserem Smartphone um uns herum ausgebreitet hat. Wie ein dämpfendes Kraftfeld, welches uns von der echten Realität abschirmt und unsere volle Aufmerksamkeit auf die virtuelle Realität lenkt. Eine Realität welche wir durch ein Fenster von  ca. 5 Zoll Größe zu sehen bekommen.

Und als wäre das nicht schon problematisch genug, ist diese Blase von innen mit personalisierter und spezialisierter Werbung tapeziert worden. Egal in welche Richtung man schaut, man kann diesem penetranten Input nur schwerlich entgehen.

Jetzt stellt sich die Frage ist der Mensch dafür gemacht in einer virtuellen Blase mit einem gefühlten Radius von 1m zu existieren, oder ist er dafür gemacht nach draußen zu gehen und Gleichgesinnte zu finden. Vielleicht kann man das nicht so digital entscheiden, hier gibt es sicher mehr als nur Schwarz und Weiss, aber Fakt ist, wir tendieren langsam zur dunklen Seite der Macht des Inputs zu wechseln und unserem Empfinden nach ist das die schlechtere Seite, auch wenn sie sich manchmal so kuschelig warm anfühlt.

Man fragt sich gibt es überhaupt einen Unterschied zwischen echter und virtueller Realität? Was kann ich in der echten Realität denn noch machen, was ich in der virtuellen Realität nicht kann? Werden die Gründbedürfnisse des Menschen durch die virtuelle Realität nicht schon komplett befriedigt? Nagut, essen und trinken müssen wir noch immer in der echten Realität, aber das soziale Miteinander ist schon äußerst effizient virtualisiert worden. Soziale Netzwerke und Kommunikationswege ist hier das Stichwort.

Und nun kommt Comunda mit ins Spiel, zugegeben auch ein virtuelles, soziales Netzwerk, aber eines welches den Aufenthalt in der Blase zu kurz wie möglich halten soll. Hier kann man keinen virtuellen Freunde sammeln, keine langatmige virtuelle Kommunikation führen, keine unendlichen Iterationen zur Input Verarbeitung, sondern nur dem erfüllenden Ziel nachgehen einen (oder mehrere) Gleichgesinnte zu finden und mit diesen das Leben zu genießen.

Gleichgesinnte die das Leben mit etwas mehr Würze und Zufriedenheit versehen als 500 Follower bei Twitter oder 1000 Freunde bei Facebook. Wo ein ‚like‘ ein echtes ‚like‘ ist und nicht nur der Klick auf einen „thumbs up button“.

Wir denken es wird langsam Zeit den Aufenthalt in der Blase wieder ein wenig zu reduzieren und wieder etwas (selbst-)bewusster durch Leben zu gehen. Mit dem Ziel mehr Ausschau nach den richtigen Menschen auf unserer Erde zu halten um, falls mal die folgende Frage kommt, etwas besseres in Petto zu haben, als dass man seine Brille schon immer bei einer bestimmten Firma hätte kaufen sollen!

Sag mal, wenn Du Dein Leben noch einmal Leben könntest, würdest Du alles nochmal genauso machen?

2 Gedanken zu „Comunda und die dunkle Seite (des Inputs)

  1. Das ist mal ein ganz anderer Ansatz und ich hoffe, dass er Euch und Gleichgesinnten den Erfolg bringt den Ihr erwartet.
    Ein bisschen weniger virtuelle Welt tut mit Sicherheit jeden gut.
    Ich bin schon voller Erwartung.

  2. Liebe Autoren dieses Blogs,

    vielen Dank, dass Ihr meinen Blog gefunden und bei mir an die Tür geklopft habt. Natürlich habe ich mich erst einmal bei Euch ein wenig umgesehen und darf sagen: Es gefällt mir, was ich sehe!

    Obiger Artikel spricht mir sehr aus dem Herzen: Es ist traurig, wenn wir nur noch aneinander vorbeileben, weil unsere Zeit gebunden wird durch die virtuellen Verlockungen unserer Zeit. Sind wir nicht dabei in gewisser Weise zu verkümmern? Können wir uns überhaupt noch auf unser Gegenüber einlassen? Ist es bei der immer kürzer werdenden Aufmerksamkeitsspanne noch möglich, sein Gegenüber wahrzunehmen und seine Gedanken und Gefühle zu erfassen?

    Es tut gut zu sehen, dass auch andere sich dem Zeitgeist verweigern wollen, ihr Leben nur noch in der virtuellen bzw. durch die virtuelle Welt zu gestalten.

    Es freut mich schon, von Euch auf meinem Blog zu Lesen und Artikel zu meiner Leidenschaft – dem strategischen Brettspiel – hier wieder zu finden.

    Beste Grüße

    Rodja Kleemann

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